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Der Bloodhound-INFOS über den Bloodhound

Auf dieser Seite möchte ich den Bloodhound noch ein wenig näher bringen, wie ich ihn erlebe, wie er oft in der Literatur beschrieben wird, seine Vor und auch für manche Betrachter gesehene Nachteile.



 

Welches Wesen und Eigenschaften hat nun so ein Bloodhound?

 

Der durch die treuen Augen blickende, mit großen herabhängende Ohren ausgestattete oft häufig gelangweilte  - melancholischen Blick des Bloodhounds, lässt viele unwissende Betrachter fälschlicherweise vermuten, dass solch ein Hund die meiste Zeit über bloß selenruhig in der Ecke liegt. Wenn dann noch eine Hand ihn streichelt, er sich an den Körper der streichelnden Hand anbuckt, um daraufhin sanft auf den Rücken zu plumpsen, mag man nicht glauben welch temperamentvolles und vorallem in jungen Jahren oft ungestümes Wesen in ihm steckt.

 

Der  Grundcharakter des Bloodhounds  ist sehr  freundlich, sanftmütig und sensibel; er zeigt von sich aus keinerlei *Agressives Verhalten* . Diese Rasse ist der vielen Rasseumschreibungen entnommen, wohl die gutmutigste unter allen Hunden.




Aber dennoch werden fremde Personen manchmal mit tiefem Gebell angekündigt, um dann genauso stürmisch begrüßt zu werden. Einen sogn. Schutzinstinkt hat der Bloodhound nicht.

 

Mit seiner ausgeprägten Sensibilität erkennt der Hund sofort, in welcher seelischen Verfassung ein Mensch ist. Kann er jedoch Personen, Verhaltensweisen oder Situationen nicht richtig einschätzen, reagiert der Bloodhound oft  scheu und zurückhaltend, aber seine naturgegebene Neugierde siegt und lässt ihn aber dennoch schnell wieder diese Situation erkunden.

 

Der Bloodhound ist bei weitem nicht der typische fügsame und anpassungsfähige Familienhund, der alles daran setzt, dem Menschen zu gefallen (Den *will to please* Gedanke wie bei manchen Schäferhund, Hütehund oder den Retriever-Rassen kennt er nicht).

Er hat seinen eigenen Kopf, mit dem er manchmal sprichwörtlich auf charmanter Art, „ …durch die Wand“ will.

Er ist unglaublich neugierig und will - wie es seiner Rasse als dienstältester europäischer Spürhund entspricht - immer seiner Nase nach. Dabei legt er sich ganz schön ins Zeug, vergisst alles um sich herum, zeigt ungeheure Ausdauer und ist die Nase mal am Boden, dann kann es auch mal passieren dass er gegen im Wege stehende Gegenstände läuft.- Rumps….ups…weitergehts…er gibt nicht auf bis er am Ziel bzw Ende der Spur ist, seine Neugierde gestillt hat und schon der nächsten interessanten Spur folgen wird.

Der Bloodhound ist ein Arbeits - und Gebrauchshund (Lauf -, Such - und Spürhund), der etwas zu tun haben möchte, nein ich betone auch muss.

Frühe, sehr liebevolle verstandene konsequente, mit reichlich vom Besitzer  betrachtetem Humor - verpackte Erziehung lässt ihn zu einem tollen ausgeglichenen Wegbegleiter  werden.



Zugute kommt ihm dabei neben seinem überaus liebevollen Wesen auch sein „Meutehundcharakter“: er bindet sich sehr stark an sein Rudel, seine Familie. Wenn ein Familienmitglied (dies muss nicht nur ein Mensch sein,  sondern können auch weitere im Rudel mitlebende andere Hunde sein) das Haus oder Grundstück verlässt, wird das bisweilen mit kurzem, aber deutlichem „Klagegeheul“ betrauert; die spätere Begrüßung fällt dann so sehr stürmisch aus, dass man dem Bloodhound deutlich auf ein erträgliches Maß bremsen muss - wenn einem die eigene körperliche Unversehrtheit, das Gehör und die Kleidung lieb und teuer ist.

 

Der starke Beschäftigungsdrang des Bloodhounds, gepaart mit seiner enormen Größe und Kraft, führen fast unweigerlich dazu, dass er im Welpen - und Jugendalter viele Dinge zerstört. Der Beschäftigungsdrang kann nur schwer befriedigt werden. Abhilfe können hier Erziehungs - und Suchspielchen schaffen, bei denen der Hund sein Köpfchen gebrauchen muss.

 

Als sehr großer Lauf - und Spürhund kann der ausgewachsene Bloodhound stundenlang laufen und die schwierigsten Spuren verfolgen.

Diese Rasse verfügt, rein anatomisch gesehen über die weitaus bestausgestattete Nase aller Hunderassen.

Zum Vergleich:

Die Anzahl der Riechzellen (in Millionen)
(nach Vadurel, 1997, und Internetrecherchen)

 

Bloodhound                                300

   Labrador Retriever                      220

Deutscher Schäferhund              200

Foxterrier                                147

Dackel                                     125

Englische Bulldogge                   100

 

Und der Mensch hat je nach Quellangabe nur ca. 10-30 Mio Riechzellen

 

Wobei ich stark anmerken möchte, nur  weil ein Bloodhound die meisten Riechzellen besitzt heisst es nicht das er automatisch der  perfekteste Suchhund ist.

 

Ein gut ausgebildeter Bloodhound kann eine mehrere Tage/ Wochen alte Menschenfährte verfolgen. (Mantrailing)

Wobei auch hier angemerkt werden muss, dass dies auch von äußeren und inneren Umständen ( Wetter, Wind, Gebiet, eigenes Befinden) abhängt.

Dennoch macht man sich auch heute noch diesem  außergewöhnlichen Spürsinn bei der Polizei, bei der Rettungshundearbeit  auf der ganzen Welt zu Nutze. Der Scottland Yard - Bloodhound "Nick Carter" wurde zu einer Berühmtheit, weil er während seines Einsatzes bei der Polizei zur Verhaftung von 600 Kriminellen oder Gesuchten beitrug.

Es wird oft berichtet, dass die vielen Hautfalten am Kopf des Bloodhounds und die sehr langen, großen Hängeohren, neben den Millionen von Riechzellen dem Bloodhound bei der Riecharbeit helfen: neigt der Hund seinen Kopf zum Schnüffeln nach unten, so fallen die Hautlappen und die Ohren nach vorne und bilden eine Art Trichter um sein Riechorgan. Aufgestöberte Geruchspartikel bleiben so länger im direkten Geruchsfeldes  des Hundes. Die langen Ohren schleifen zudem beim Schnüffeln mit gesenktem Haupt über den Boden und wirbeln Geruchspartikel auf.

(Dazu habe ich jedoch noch keinen wissenschaftlichen Forschungsbericht gelesen)

Sollte diese Theorie stimmen, dann könnte es an dieser Stelle klar sein, dass der Bloodhound ursprünglich kein auf Optik und Anpassung gezüchteter Familienhund ist, sondern in erster Linie ein Gebrauchshund. Leider wurde dieser Umstand im Laufe des Zuchtgeschehens nach hinten gestellt, und es wurden große, massige und faltenreichere Bluthunde gezüchtet, die durch zuviel Falten im Gesicht unter extrem sichtbaren Nickhäuten leiden. Der massige Körperbau lässt diese Hunde schnell ermüden, träger werden und das eigentliche ursprüngliche Gebrauchsziel völlig außer Acht, zum Leid, pysiologisch und somit auch Verhaltens und Wesenbetrachtet  dieser doch so schönen Rasse.

 

Neben seinem guten Riechvermögen ist auch das Sabbern eine typische Eigenschaft des Bloodhounds. Durch die größeren Hängelefzen neigt der Hund vorallem in Erregungszuständen,und  nach dem Trinken zum SABBERN
- er hinterlässt nicht nur Schleimspuren auf der Kleidung, sondern verteilt seine „glibberig - weißen Geschenke“ überall. Hält man ihn im Haus, kann es schon mal vorkommen, dass nach dem Kopfschütteln das „Zeug“ an der Decke hängt oder im Kaffeepott landet

Der Bloodhound besitzt noch eine weitere spezielle Eigenart: sein wunderbares, majestätisches Gangbild. Der Hund trottet und tappst nicht träge umher, wie man anhand seines gelangweilt - melancholischen Gesichtsausdruck meinen könnte, sondern er läuft in der Regel sehr schwungvoll, federnd und elegant.

Zur Geschichte des Bloodhounds

(Quelle: Recherche Internet, Bücher, Gespräche mit Züchtern)



 ( Quelle: www.antique-dog-pictures.com )

Als Vorfahren des Sankt Hubertus - Hundes gelten die längst ausgestorbenen “Segusier“, die alten Keltenbracken. Mit den direkten Nachfahren dieser uralten Rasse, großen, starkknochigen Hunden mit loser Haut, wurde in den Ardennen (Belgien / Frankreich) Jagd auf Hirsche gemacht. Diese Tiere waren wie geschaffen für die Jagd in den wilden riesigen Wäldern und führten die Jäger mit ihrer tiefen, volltönenden Stimme zu Fuß und hoch zu Ross an. Die mutigen Hunde legten ausdauernd viele Meilen zurück und bewegten sich in gleichmäßigem raschem Tempo, wobei sie mit gesengtem Haupt Fährten aufnahmen und verfolgten.

Nach der Legende soll etwa im Jahre 800 „Francois Hubert“, der Heilige Hubertus, Schutzpatron der Jäger, bei der Jagd in den Wäldern der Ardennen einen weißen Hirsch mit einem goldenen Kreuz zwischen den Geweihen gesehen haben. Daraufhin ließ er sich bekehren und gründete, nachdem er zum Abt gewählt worden war, ein Kloster in den Ardennen, das nach seinem Tode ihm benannt wurde. Dort züchtete man große Jagdhunde mit langen Ohren und tiefer Stimme. Die Zucht dieser edlen Tiere wurde über Jahrhunderte fortgesetzt; die meisten dieser Jagdhunde waren wohl schwarz, auch soll es braune und hin und wieder weiße gegeben haben.

Es wird angenommen, dass durch Kreuzungen dieser ersten weißen Sankt Hubertus - Hunde mit anderen französischen Rassen, die berühmten „Talbot - Hunde“ entstanden, die “William the Conquerer“ und die normannische Adelsfamilie der Talbots um 1066 nach England brachten. Die Talbot - Hunde (heute ausgestorben) wurden wegen ihrer tollen Leistungen bei der Jagd sehr gerühmt und die Zucht verfeinerte man über viele Jahre weiter. Die Zucht dieser Tiere war ausschließlich ein Privileg der Adligen und Klöster. Es wurde dabei streng auf Linienzucht geachtet - so entstand der Name „Blooded Hounds“ (Vollblut - Hunde, Hunde von reinem Blute) kurz: „Bloodhounds“.

Als im Mittelalter die riesigen Jagdreviere und mit ihnen das langsame Wild verschwand, wurden leichtere und schnellere (wendigere) Hunderassen gezüchtet, die der Bloodhound teilweise mitgeprägt hat, wie z.B. den Gordon Setter oder den Otterhound. Den Bloodhound setzte man ab der Zeit seltener als Jagdhund ein. Aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten wurde er statt dessen hauptsächlich dafür verwendet menschliche Spuren zu verfolgen. Er half dem Menschen bei der Suche nach Räubern und Schafdieben. Derzeit galt es als Eingeständnis von Schuld, einem Bloodhound  auf der Suche den Zugang zu einem Haus zu verwehren.

Das Aufkommen von Hundeausstellungen in England in der zweiten Hälfte des 19.Jhdt. rettete zwar den Bloodhound vor dem Aussterben, aber wie oben schon beschrieben veränderte es auch seine Ursprüngliche Gebrauchbarkeit.



( Quelle: www.antique-dog-pictures.com )

 

Der Bloodhound kam mit den Britischen Kolonisten auch nach Amerika, wo er heute noch häufig anzutreffen ist und vielfach der Polizei bei der Spurensuche hilft.

Die Kriegs - und Nachkriegsjahre brachten die Bloodhound - Zucht in England wie auch im übrigen Europa abermals fast zum Erliegen. Durch die Einkreuzung von Foxhounds versuchte man die Zuchtbasis zu vergrößern. Leider nicht zum Vorteil der Rasse, wie sich bald zeigte. Der Import von guten Hunden aus den USA brachte dann endlich den Erfolg.

Dank der Arbeit einiger engagierter und verantwortungsbewusster Züchter in allen Ländern hat diese wundervolle, uralte Rasse überlebt, und erfreut sich mittlerweilen auch wieder dem Zuchtziel des ursprünglichen Gebrauchshundes.

Der Name „Sankt Hubertus - Hund“ geht auf die ursprünglichen Suchhunde des Sankt Hubertus - Klosters zurück. In Deutschland ist der Name „Bloodhound“ oder eingedeutscht: „Bluthund“ ebenso geläufig. In Frankreich und Belgien nennt man den Hunde heute noch: „Chien de Saint - Hubert“ (übersetzt: Sankt Hubertus - Hund). In den meisten Ländern der Welt bezeichnet man die Rasse mit dem alten englischen Namen „Bloodhound“.

Der Sankt Hubertus - Hund gilt übrigens als Urvater aller Bracken. Zahlreiche Hunderassen sind mehr oder weniger nah mit ihm verwandt und sie hätte ohne ihn es in der heutigen Form sicher nicht gegeben: Basset Hound, Beagle, Harrier, Foxhound, Gordon Setter, Ridgeback, Otterhound, uva.

 

 

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AKTUALISIERT  
  Am 21.07.2014 haben 8 kleine Bloodhounds die Wurfkiste im Lammetal erobert.

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